Weichdrehen, Härten und Hartdrehen mit der RNC 400 LaserTurn

Die Hochleistungs-CNC-Drehmaschine RNC 400 LaserTurn integriert die Verfahren: Weichzerspanung, Laserhärten und –beschichten sowie Hartzerspanung in einer Maschine.  Mit einer speziell für das Oberflächenhärten ausgelegten Laseroptik können z.B. Lagersitze, Passung und Verzahnungen in der Drehmaschine gehärtet werden. Zielsetzung ist hierbei die Verkürzung der Prozesskette. Durch die Verfahrenskombination entfallen Rüstzeiten, Transportzeiten, Wartezeiten und logistischer Aufwand. Die Anwendung ist dort sinnvoll, wo es auf kurze Durchlaufzeiten sowie eine flexible Reaktion auf Kundenwünsche ankommt.

Außerdem ermöglicht die RNC 400 LaserTurn eine kostenoptimierte Stangenbearbeitung von Keramik. Ein neu entwickelter Werkzeugrevolver nimmt gleichzeitig – abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe – ein klassisches Zerspanungswerkzeug sowie ein Laserwerkzeug auf. Der Laserstrahl wird dort auf das Werkzeug geführt, wo das Zerspanungswerkzeug ansetzt. Der Laser erwärmt und entfestigt das Bauteil punktgenau und ermöglicht ein prozesssicheres Hartdrehen. Die RNC 400 LaserTurn basiert auf der RNC 400 DuoTurn. Damit verfügt sie über eine Spindel und Gegenspindel mit jeweils eigener Kühlung für die 2-Seiten-Bearbeitung. Über einen Werkstückausstoßer in der Gegenspindel sowie eine Werkstückentnahme in der Arbeitsraumtür erfolgt eine vollautomatische, schnelle und hoch effiziente Bearbeitung. Das definierte Abstechen im Spindelsynchronlauf verhindert ein Ausbrechen der Keramik. Die Arbeitsraumabsaugung ist speziell auf Keramikstaub ausgelegt.

Der Bediener einer „LaserTurn“ Drehmaschine benötigt keine spezielle Laserschutzausrüstung um seine Augen oder seine Haut vor der Laserstrahlung zu schützen. In jedem Betriebsmodus ist sichergestellt, dass keine Laserstrahlung über dem Grenzwert der Laserklasse 1 aus dem Laserbereich austreten kann. Über ein speziell auf die Laserstrahlung ausgelegtes Laserschutzfenster kann gefahrlos während eines Laserprozesses in den Arbeitsraum gesehen werden. Bei der Zerspanung von keramischen Werkstoffen entsteht ein sehr feiner Staub mit einer Partikelgröße im Nanometerbereich. Um die Gefahren von lungengängigen Stoffen auszuschließen, wurde eine Absaugung mit besonderer Eignung für keramische Werkstoffe vorgesehen und die Absaugöffnung direkt am Spannmittel platziert.